Roger calls Daniela

Roger:
Super, liebe Daniela, was du gestern mit deinem dritten aufeinanderfolgenden Sieg an der Ironman-WM auf Hawaii geleistet hast. Ich bin beeindruckt.

Daniela:
Herzlichen Dank, lieber Roger. Dein erneuter Sieg gegen Rapha Nadal in Shanghai war definitiv auch mehr als bemerkenswert.

Roger:
Ich kann es selber kaum glauben, dass ich der Biologie des menschlichen Körpers dauernd Streiche spiele. Nun, 36 ist auch kein Alter, geschweige denn 30 Jahre.

Daniela:
Klar bin ich noch jünger, jung? Sagen wir jünger. Allerdings habe ich wohl tausende von Kilometern mehr in meinen Beinen als du in deinen. Und von den Armen sprechen wir schon gar nicht. Mit deiner unausgewogenen Kraftverteilung zwischen links und rechts würdest du sicherlich dauernd im Kreise schwimmen.

Roger:
Eigentlich wollte ich das nie zugeben, aber schwimmen kann ich überhaupt nicht; nur im Geld . . . und selbst da sehe ich der Sache – in Anbetracht der grossen Menge - nicht immer bis auf den Grund.

Daniela:
Lass’ uns nicht über Nebensächliches reden. Zurück zum Sport. Deine spielerische Eleganz, lieber Roger, ist unübertroffen, deine geistige und körperliche Geschmeidigkeit scheinen grenzenlos zu sein. Deine PMA (Positive Mental Attitude) ist oft der halbe Sieg und deine gleichsam ernsthafte, wie auch humorvolle Persönlichkeit haben den Respekt der halben Welt erobert.

Roger:
Liebe Daniela, zuviel der Ehre. Auch du nimmst in der Welt des Sports einen Sonderplatz ein. Deine unwahrscheinliche Disziplin, deine beispiellose Leidensfähigkeit, deine von Klugheit strotzende Renneinteilung, dein immerwährender Optimismus und nicht zuletzt dein gleichzeitig selbstbewusstes, wie auch sympathisches Auftreten machen dich zu einer Botschafterin der Schweiz, um die die Welt uns beneidet.

Daniela:
Nun denn, lieber Roger, genug der Worte, lass’ uns zur neuen Trainingseinheit schreiten. Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

Ernst Rosenberger:
So oder ähnlich hätte ein Telefongespräch zwischen unseren Vorzeigeathleten - von denen es noch weitere gibt – verlaufen können. Ich denke, wir werden sie im Rahmen der Swiss Sports Awards 2017 wieder treffen. Ich freue mich.

Pfäffikon, 16. Oktober 2017